Über uns

Vor­ge­schich­te:

Im Jah­re 1995 gab es ei­ne jähe Zä­sur in der seit Men­schen­ge­den­ken an­dau­ern­den Tra­di­ti­on des Straus­bu­ben­jahr­gan­ges: in der 273-jäh­ri­gen Ge­schich­te der Gü­des­wei­ler Kir­mes gab es erst­mals kei­ne Häm­mel, die die Kir­mes aus­rich­te­ten. Um die­se nie da­ge­we­se­ne Sch­mach aus­zu­mer­zen, mach­ten es sich 31 dy­na­mi­sche und trink­fes­te Män­ner zur (Le­bens-)Auf­ga­be, die Tra­di­ti­on der Ham­mels­kir­mes wie­der­zu­be­le­ben und for­tan zu wah­ren, auf dass ein solch trau­ma­ti­sie­ren­des Er­eig­nis den Gü­des­wei­ler Grund und Bo­den nie wie­der heim­su­chen kann.

 

Die IG Häm­mel:

Nach die­ser bier­rei­chen aber auch de­sa­s­trö­sen Kir­mes soll­te im Jah­re 1996 ei­ne In­ter­es­sens­ge­mein­schaft die Tra­di­ti­on der Häm­mel über­neh­men, so be­sagt es die ers­te Sat­zung, wel­che im Sep­tem­ber 1995 ver­ab­schie­det wur­de. Die Jahr­gangs­klau­sel wur­de auf­ge­ho­ben, wo­bei weib­li­chen Akteu­ren wei­ter­hin kein Zu­tritt ge­währt wur­de. Zu­künf­tig soll­te je­der voll­jäh­ri­ge Gü­des­wei­le­rer, der sich von der Kir­mes­mu­ße ge­küsst fühlt, sei­ner Be­ru­fung fol­gen und mit Stolz das wei­ße, mit dem Ham­mels­kopf ge­zier­te Hemd nebst ro­tem Zy­lin­der zur Zeit des Kir­me­s­t­rei­bens ehr­wür­dig prä­sen­tie­ren dür­fen. In den Fol­ge­jah­ren schaff­ten es die Gü­des­wei­ler Häm­mel nun, die Tra­di­ti­on der Strau­ßju­gend zu wah­ren und den Ge­dan­ken der Kir­mes eh­ren­haft zu ver­t­re­ten.

Und auch die nun­mehr 15-jäh­ri­ge Ge­schich­te der IG Häm­mel weißt epo­cha­le Ein­schnit­te auf, die das Le­ben, Lie­ben und Wir­ken er Häm­mel im jah­res­zeit­li­chen Rhyth­mus vor­an­t­rei­ben. So wird seit 1996 jähr­lich ei­ne Kir­mes­zei­tung er­s­tellt, wel­che sich von ei­nem net­ten Bier­blätt­chen zu ei­ner viel­ge­lob­ten Lek­tü­re ent­wi­ckelt hat. In die­ser Spon­zet­te re­f­lek­tie­ren die sen­sa­ti­ons­gei­len, in­t­ri­gen­ver­ses­se­nen Häm­mel das Dorf­le­ben des je­weils zu­rück­lie­gen­den Jah­res in ge­wohnt iro­ni­scher aber auch lus­ti­ger Wei­se. Die­se Zei­tung mit ei­ner Aufla­ge von 400 Ex­em­pla­ren hat so­gar in den Nach­bar­dör­fern Nach­ah­mer ge­fun­den.

Auch nahm sich die In­ter­es­sens­ge­mein­schaft des 200 Jah­re al­ten und 1996 re­stau­rier­ten und wie­der­be­leb­ten Pil­ger­wegs und der Pa­ten­schaft für eben die­sen an. Seit­her wird min­des­tens 2x im Jahr, näm­lich vor Os­tern und Al­ler­hei­li­gen, der ge­sam­te Weg in­k­lu­si­ve der 14 ein­zel­nen Sta­tio­nen vom Bre­to­nen­k­reuz am Kin­der­gar­ten bis zur Ka­pel­le am Gu­ten Born von je­g­li­chem Sch­mutz und Un­rat be­f­reit.

Ein wei­te­rer Mei­len­stein ist si­cher­lich die 2005 er­folg­te Über­nah­me des trau­rig da­hin­ve­ge­tie­ren­den Ten­nis­kom­ple­xes, des­sen hoch­bau­li­che Sub­stanz for­tan un­ter dem Na­men Häm­mel­heim von sich Re­den ma­chen soll­te. Um der gan­zen Welt klar zu ma­chen, wer nun in die­sem Hei­me das Zep­ter schwingt, wur­de dem Ten­nis­spie­ler an der Au­ßen­wand kur­zer­hand der Ten­nis­schlä­ger ab­ge­senst und die­ser durch ei­ne Bier­fla­sche er­setzt. Nun hat­te man end­lich ein ei­ge­nes Club­heim, in dem man sich tref­fen, Sit­zun­gen hal­ten und fei­ern konn­te. Letz­te­res wur­de auch schon gut und hef­tig von An­fang an im Häm­mel­heim ze­le­briert.

Im Win­ter 2006/2007 war es dann end­lich so­weit: Die Pfor­ten wur­den meh­re­re Wo­chen ge­sch­los­sen, um da­nach den be­geis­ter­ten Gäs­ten das in neu­em Glanz er­strah­len­de Häm­mel­heim zu prä­sen­tie­ren. Da je­doch zu je­ner Zeit in ganz Gü­des­wei­ler kei­ne Fo­to­ap­pa­ra­te vor­han­den wa­ren, konn­te vom Um­bau kein ein­zi­ges Be­weis­fo­to ge­macht wer­den.

Ob­wohl man noch nie ein ei­ge­nes Häm­mel­mo­bil be­ses­sen hat­te – es sei denn  wir zäh­len un­se­re Ti­ge­ren­ten als sol­ches – wur­de im Herbst 2007 mit dem Bau ei­ner Ga­ra­ge be­gon­nen, wel­che auch als­bald fer­tig ge­s­tellt wer­den konn­te. Das dop­pelt ge­pan­zer­te und mehr­fach ge­si­cher­te Ga­ra­gen­tor konn­te die Häm­mel je­doch nicht vor meh­re­ren die­bi­schen Ak­ti­vi­tä­ten schüt­zen.

Die gra­vie­rends­ten Um­bau­maß­nah­men wur­den je­doch in den Jah­ren 2007/2008 ge­tä­tigt, als man die brach lie­gen­den Ten­nis­plät­ze an­ging. In un­zäh­l­i­gen Ar­beits­stun­den und bei nie ver­sie­gen­den Ur­Pils-Qu­el­len wur­de in Ak­kord­ar­beit ei­ne viel prä­mier­te Au­ßen­an­la­ge im Her­zen Gü­des­wei­ler er­rich­tet, die ih­res­g­lei­chen sucht.  Seit­her kann auf den Plät­zen Beach­vol­ley­ball, Bas­ket­ball, Fuß­ball und Bou­le ge­spielt wer­den. Die Ein­wei­hung der neu­en Stät­te wur­de im Au­gust 2008 von hef­ti­gem Platz­re­gen heim­ge­sucht, den­noch ge­büh­r­end ge­fei­ert.

Ein Jahr spä­ter soll­te wie­der­um Be­mer­kens­wer­tes ge­sche­hen. Zum ei­nen wur­de die Sat­zung der Ig Häm­mel um­ge­schrie­ben. Nun sind wir ein ge­mei­ner aber nütz­li­cher Ve­r­ein, denn die Ge­mein­nüt­zig­keit wur­de uns at­tes­tiert. Zum an­de­ren wur­de ein Mu­sik­for­mat von Welt ins Le­ben ge­ru­fen, wel­chem nur von den ganz gro­ßen Events wie Li­veAid oder dem Wood­stock-Fes­ti­val die Show ge­stoh­len wird. Die Erst­aufla­ge mit Sp­len­did war der­ma­ßen er­folg­reich, dass im Jah­re 2011 ei­ne Fort­set­zung fol­gen wird.

Al­le wich­ti­gen Da­ten, Fak­ten und Events, au­ßer dem Um­bau des Häm­mel­heims, kön­nen in der Ru­brik „Fo­tos“ nach­ver­folgt wer­den.